Zazen

Zen-Sesshin/Studienwochen

Sesshin ist eine Periode von intensiver Zen-Praxis. Der Ausdruck Sesshin meint sowohl „vertraut werden mit dem eigenen Geist“, als auch „das Ursprüngliche, das Wesentliche berühren“. Das geschieht in fortdauerndem, durchdringendem Zazen unbewusst, natürlich, aus der Übung selbst heraus ohne dass man bewusst danach suchen müsste.



 Zeremonie

Individuum und Kosmos werden nicht als zwei sich gegenüberstehende Komponenten betrachtet, sondern das eine als das Kind des Anderen. So kann das Dasein als Ganzes sich selbst im Auge des geklärten Geistes widerspiegeln.

Findet diese Erfahrung einen tiefen Widerschein in Körper und Geist des Übenden, ist sie Grundlage für die Verwirklichung einer ruhigen, vollständigen Gegenwärtigkeit in den konkreten alltäglichen Handlungen.



 Samu

Morgens zusammen aufstehen, dann Zazen, Kinhin, Sampai, essen, arbeiten - für einige Tage oder auch einen längeren Zeitraum dies gemeinsam praktizieren - entfacht eine ruhige Wirkkraft, vergleichbar mit einem Feuer, in dem mehrere Holzscheite eine kraftvolle Flamme entstehen lassen. Innere Hindernisse, Verblendung, Zorn und Gier können darin zerschmelzen und umgewandelt werden zur Kraft des Geistes selbst.

Im Spiegel der ursprünglichen, lauteren Natur des Geistes, kann dann das ursprüngliche Wesen des Lebens und aller Dinge ganz von selbst hervor scheinen.


Tagesablauf/Programm eines Sesshin

Der Tag beginnt um 5 Uhr 30 morgens. Zazen-Zeit: Während der Vorbereitungszeit der Sommercamps ca. 3 bis 4 Stunden, an den Sesshin-Tagen etwa 5 bis 7 Stunden (z.T. mit mündlichen Unterweisungen während des Zazen im Dojo). Ein Teil der Mahlzeiten wird in der traditionellen Weise im Dojo eingenommen.

Zum Tages-Rhythmus der Praxis gehören auch einige Stunden manuelle Arbeit (Samu), z.B. im Garten, Park, in der Küche oder beim Putzen. (Individuelle Abweichungen von diesem Programm sind nach Absprache möglich, wenn eine persönliche Situation dies erfordert.)

Tagesablauf während der Studienwochen

Für die Teilnahme an den Studienwochen ist die Mitgliedschaft in der Zen-Vereinigung erforderlich.

Morgen und Abend-Zazen im Dojo, ansonsten liegt der Schwerpunkt auf dem Studium traditioneller Texte und manueller Arbeit (Samu).